Wenn eine akute Mittelohrentzündung auf knöcherne Bereiche übergreift, müssen wir handeln. Mastoidektomie zur nachhaltigen Sanierung des Warzenfortsatzes.

Wie andere schwere Ohrerkrankungen, so geht auch dieses Leiden auf entzündliche Prozesse und Veränderungen zurück. Konkret kann die Mastoiditis dann zustande kommen, wenn eine akute Mittelohrentzündung zu nachfolgenden Komplikationen führt. Grundsätzlich ist bei jeder stärkeren akuten Mittelohrentzündung auch die Schleimhaut des knöchernen Abschnitts hinter dem Ohr beteiligt, den man als Warzenfortsatz, medizinisch: Processus mastoideus, bezeichnet. Dieser Knochen bildet einen Teil des Schläfenbeins. Da er in seinem Inneren aus hohlen und nur mit Luft gefüllten Zellen besteht, kann die Entzündung leicht auf diesen Bereich übergreifen.

Kommt es nicht nur an der Schleimhaut des Warzenfortsatzes zu Entzündungsreaktionen, sondern auch in seinem Inneren zu eitrigen einschmelzenden Prozessen, besteht ein hohes Risiko für weitergehende gefährliche Komplikationen. Das Hörvermögen kann ebenso geschädigt werden wie das Gleichgewichtsorgan. Selbst ein Übergreifen der Entzündungen auf die angrenzenden Strukturen wie z. B. das Gehirn ist nicht ausgeschlossen.

Bei Bedarf sind wir im Zusammenhang mit einer Mastoiditis gerne für Sie oder Ihr Kind da, um dieser schweren Ohrerkrankung mit dem nötigen operativen Eingriff beizukommen. Als optimale Form der operativen Versorgung werden wir in der Regel eine sogenannte Mastoidektomie vornehmen. Bei dieser Operation wird der erkrankte Warzenfortsatz komplett oder teilweise entfernt, um die vereiterte Knochensubstanz auszuräumen und zur nachhaltigen Sanierung des erkrankten Bereichs zu kommen.