Krankhafte Veränderungen am dritten Gehörknöchelchen gefährden das Hörvermögen. Hörverbessernde OP bei Otosklerose: die Stapesplastik.

Bei Menschen, die eine sogenannte Otosklerose haben, findet im Innenohr ein krankhafter Umbauprozess an den hier vorhandenen, extrem winzigen Knochen statt. Dies führt zu einer Verknöcherung des Steigbügels, der das kleinste Gehörknöchelchen darstellt. Die für gutes Hören so besonders wichtige Beweglichkeit und Schwingfähigkeit des Steigbügels wird eingeschränkt und eine mehr oder weniger starke Hörminderung tritt auf. Dieses Nachlassen Ihres Hörvermögens kann sich als Mittelohrschwerhörigkeit, als Innenohrschwerhörigkeit oder als kombinierte Schwerhörigkeit von Mittelohr und Innenohr bemerkbar machen.

Für den Fall, dass die otosklerotische Einschränkung Ihres Hörens nur gering ist, kann der weitere Verlauf der Erkrankung sorgfältig beobachtet und abgewartet werden. Ist die otosklerotische Schwerhörigkeit aber bereits deutlich ausgeprägt und mit einem starken Hörverlust verbunden, muss der Patient sich häufig zwischen einer Hörgeräteversorgung bei Otosklerose oder einer Operation der Otosklerose entscheiden. Wir führen die Otosklerose-OP durch und beraten Sie gerne über Erfolgsaussichten, aber auch mögliche Risiken und Komplikationen einer Otosklerose-OP.

Meist sieht die hörverbessernde OP bei Otosklerose so aus, dass wir das winzige Gehörknöchelchen mit dem Namen Steigbügel durch eine Prothese ersetzen. Da der Steigbügel in der Anatomie auch als Stapes bezeichnet wird, kann man diese Variante der Mittelohr-OP als Steigbügelplastik bzw. Stapesplastik bezeichnen.