Subtotale Petrosektomie. Unsere chirurgische Kompetenz schließt den Eingriff der Felsenbein-OP mit ein.

Diese hochkomplexe Operation repräsentiert den Übergang zwischen Ohrchirurgie und der Chirurgie der seitlichen Schädelbasis. Dabei steht das Felsenbein im Fokus. Dieser knöcherne Abschnitt am menschlichen Schädel stellt einen Teil des Schläfenbeins dar und bildet den härtesten Knochen am menschlichen Kopf. In diese knöcherne Struktur ist das Innenohr eingebettet, außerdem die Hauptschlagader Arteria carotis interna, der große venöse Blutableiter des Kopfes mit dem medizinischen Namen Sinus sigmoideus und der Gesichtsnerv Nervus fazialis.

Der operative Eingriff zur teilweisen Entfernung des Felsenbeins, den wir als subtotale Petrosektomie bezeichnen, ist äußerst komplex. Denn der Chirurg muss vor allem in der Lage sein, die genannten anatomischen Strukturen zu schonen und zu erhalten. Das ist oberstes Gebot. Folglich ist das Entfernen von großen Anteilen des Felsenbeins unter Erhaltung dieser lebenswichtigen Strukturen mit höchsten Anforderungen verbunden.

Für das chirurgische Vorgehen bei einer subtotalen Petrosektomie gibt es mehrere Varianten. So kann man dabei mit oder ohne Verschluss des äußeren Gehörgangs, mit oder ohne Gesichtsnervenverlagerung, mit oder ohne Erhalt des Innenohrs bzw. mit oder ohne Verlagerung der Hauptschlagader des Kopfes verfahren. Vor allem bildet die subtotale Petrosektomie gleichsam die Grundvoraussetzung für chirurgische Versorgungen im Bereich der seitlichen Schädelbasis. Ob dabei die Entfernung einer aggressiven einschmelzenden Knochenentzündung oder die Resektion eines Tumors der seitlichen Schädelbasis im Fokus steht: Oft dient die subtotale Petrosektomie als Schlüssel und chirurgische Kernleistung für die erfolgreiche und schonende Therapie. Unter anderem kann sie abhängig vom Ausgangsbefund auch sinnvoll oder notwendig sein, um sogenannte Cochlea-Implantate in das Ohr einzupflanzen.