Paragangliom-OP. Wir stehen Ihnen bei, wenn Sie unter einem Glomus jugulare Tumor im seitlichen Abschnitt der Schädelbasis leiden.

Vereinfacht ausgedrückt sprechen wir von einem Glomustumor am Ohr bzw. im Bereich des Felsenbeins dann, wenn der Patient unter entsprechenden Veränderungen an bestimmten Zellbereichen des großen venösen Blutableiters des Kopfes in der sogenannten Fossa jugularis leidet. Die Fossa jugularis ist eine Vertiefung im hinteren Abschnitt der Schädelbasis. Der hier entstehende Glomus jugulare Tumor, den man auch als Paragangliom bezeichnet, breitet sich in der Regel in der seitlichen Schädelbasis aus und steht häufig in einem engen Kontakt zum Gesichtsnerv, dem Nervus fazialis, sowie zur Arteria carotis interna. Bei ihr handelt es sich um die große, blutversorgende Hauptschlagader ins Gehirn.

Um dem Patienten die chirurgische Versorgung im Zusammenhang mit einer solchen schweren Erkrankung zu bieten, ist es unumgänglich, den Gesichtsnerv in der ersten Phase der OP zu verlagern. Nur so können wir den nötigen Zugang zum betroffenen anatomischen Areal schaffen, um den Glomustumor vollständig zu entfernen und dabei auch die Gesichtsnervenfunktion zu bewahren.

Entwickelt wurde diese bahnbrechende Operationstechnik von Prof. Ugo Fisch. Daher wird dieser Zugang bzw. diese chirurgische Technik auch als Fisch-Zugang bezeichnet. Da dieser hochspezialisierte Kopfchirurg für verschiedene Tumorlokalisationen unterschiedliche chirurgische Fisch-Zugänge entwickelt hat, benannte er den Zugang für die Tumorentfernung von Glomustumoren als infratemporalen Zugang Typ A, um ihn von anderen Varianten des chirurgischen Zugriffs eindeutig abzugrenzen.